Südpoolkicker on Wheels -
Tour 4
2. Radtour von Kleve nach Herne, 10.05.2008
Pfingsten 2008
geplanter Tourverlauf
an 3 Tagen
Petrus hatte es in diesem Jahr gut mit uns gemeint. Nachdem Pfingsten 2007 einzig und allein verregnet war und die Tour deshalb abgeblasen werden musste, bescherte er uns in diesem Jahr Sonne, 28° und hin und wieder ein laues Lüftchen. Bestes Wetter also zum Radeln.
Los ging es in Kleve. Aus dem Bahnhof heraus Richtung Holland zum Frikandel und Frittes Spezial Verzehr. Gestärkt überquerten wir den Rhein in ......... mit der Fähre. Leider hatte niemand die Kamera parat, als uns ein 200 Kilo Radler im engen blaumetallic schimmernden Radleranzügen entgegenkam. Respekt für so viel Mut und Danke für die Belustigung J
Auf der anderen Rheinseite angekommen ging es auf typisch niederländisch gut ausgebauten Radwegen zurück Richtung Grenze. Kurz hinter der Grenze und auf deutlich ungepflegteren Wegen ging es dann weiter durch umständliche Gitter und Schafherden.
Doch Raststellen boten auch hier
immer wieder die Möglichkeit für landschaftliche Eindrücke,
Fachsimpeleien über abruptes Abbremsen / Runterschalten / Beschleunigen
.
Mit strategisch günstiger Windschattenstrategie steuerten wir schon unserem ersten Etappenziel Xanten zu, wo wir uns dank des perfekt bestellten Catering-Service in Form von Arno mit Bier, Würstchen und mehr stärken konnten.
Das anschließende Pokerspiel mit Greenhorn Willi konnte Arno für sich entscheiden. Snoopy (Arnos Wuffi) entsann sich (nach mehrmaligen Hinweis) bei dem friedlich auf der Wiese mümmelnden weißen Haushasen an seinen Jagdinstinkt (zum Glück mit glücklichen Ausgang für den Hoppler) und so gingen dann alle bierseelig und glücklich mit Ihren Schlafsäcken in Richtung Scheune Moerenhof .
Wer nun fluffiges Stroh zum Ruhen vermutet, dem sei gesagt, dass Stroh auch bretthart sein kann, wenn man es vorher nicht ein bisschen auflockert, wozu natürlich niemand mehr Lust hatte, geschweige denn dran gedacht hätte. So standen wir am nächsten Tag alle etwas gerädert auf.
Doch unerschütterlich ging es nun von Xanten Richtung Duisburg weiter. Marcus, nun ausgestattet mit einer gepolsterten Radlerhose, durfte den Vorteil von schmerzreduziertem Sitzen jedoch nicht lange auskosten, da ihn schon kurz darauf ein Tretlagerschaden am Weiterfahren hinderte. Nach Klärung des Heimtransportes via Bus und Bahn trat bei den verbleibenden Drei die Frage auf, ob man den vorher erfahrenen Geschwindigkeitsrausch nicht nutzen und statt der gemütlichen Dreitagestour eine abweichende, kilometer- und kalorienverbrennend maximierte Direktroute einschlagen sollte. Da wir relativ schnell in Duisburg ankamen, bogen wir also auf die HOAG-Strecke ab Richtung Oberhausen um von dort aus die Direktverbindung über den Emscherradweg zu nehmen.
So schafften wir nach gestrampelten 85-90 Tageskilometern den Zieleinlauf in Herne und überraschten abgekämpft unsere Frauen zwar mit staubigen Rädern dafür aber mit einen Tag reduziertem Wäscheberg zum Muttertag.
Insgesamt sind wir in den 2 Tagen 150 km gefahren (eigentlich waren 200 in 3 Tagen geplant...), bis auf das eine Tretlager und diverse kleine Sonnenbrände gab es keine Pannen bzw. Verletzungen :)