Südpoolkicker on Wheels -

Tour 2

Radtour von Duisburg nach Witten, 02.09.2006

 

Diesmal sollte es eine Tagestour werden - und zwar wie geplant das letzte Teilstück des Ruhrtal-Radweges. Auf Grund praktischer Erwägungen (ist eben immer gut, beim Willi anzukommen) entschieden wir uns diesmal für die Gegenrichtung und fuhren die Ruhr hinauf.

Die Besetzung war diesmal eine etwas andere - Tom, Arno, Mark, Harry und Marcus fuhren mit - ein paar andere willige waren an diesem Tag leider durch Hindernisse wie Arbeit oder Krankheit nicht in der Lage mitzukommen.

Wir starteten mitten in der Nacht um 09:20 Uhr am Herner Bahnhof - dort wurde dann auch prompt Tom beim Krefeldertrinken von einer Wespe gestochen - bestiegen den Zug nach Duisburg, sammelten in Wanne noch die Ortsansässigen Mitradler ein und legten den ersten Teil der Tour recht flugs und sehr entspannt per Bahn zurück.

 

 

 

In Duisburg wurde sich dann a) kurz gestärkt und b) orientiert - soweit alles kein Problem und der Weg zur Ruhr wurde auch ohne Umwege von uns sofort gefunden. Die ersten Kilometer waren vom Weg her eher bescheiden (schlechter Wegzustand, eine gesperrte Brücke, etc), trotzdem waren wir alle noch sehr entspannt und fuhren die ersten 10 km locker weg bevor wir die erste kleine Rast einlegten - dies war neben einer nochmaligen kleinen Stärkung auch natürlich zur Wegfindung nicht gerade unwichtig.

 

 

 

Die nächsten Kilometer lief alles "rund" - die Ruhr floss uns mitsamt hunderter Kanuten ruhig entgegen, die Wettergötter hatten Mitleid mit uns und beschenkten uns mit mildem, trockenen Wetter und auch unsere Stärkungsmittel konnten wir rechtzeitig bevor sie zu Neige gingen wieder auffüllen.

     

Die Gesamtstrecke war  angenehm zu fahren - eigentlich (dazu später mehr) keine Steigungen, recht gut ausgebaute Wege und dazu eine angenehme Landschaft. Doch natürlich war nicht alles eitel Sonnenschein - so gab's tatsächlich auf Grund eines Vorfahrtproblems in Essen einen Sturz von Harry - bis auf ein paar Macken am Lenker lief dieser aber glimpflich ab.

Nicht ganz so viel Dusel hatte kurz darauf eine Jungente - in geradezu suizidaler Absicht schoss sie aus ihrem Versteck im Gebüsch, beschimpfte alle Radfahrer und Passanten und erwartete mitten auf dem Gehweg tatsächlich, dass man ihr mit ca. 0.5 Sekunden Reaktionszeit locker ausweichen konnte. Dies schafften fast alle, nur hatte die Ente leider nicht mit Tom's phlegmatischen Fahrstil (und mit seinen 91,45 Kilos) gerechnet. Wie auch immer, so eine Tour kann schon mal ihren Tribut fordern, doch wir ließen uns davon nicht beirren und radelten nach kurzer Schweigeminute weiter.

 

Am angenehmsten zu radeln war übrigens das Teilstück am Baldeneysee in Essen - breite, sehr gut gepflasterte Wege, genug Platz für alle und dazu eine schöne Aussicht auf den See. Am unangenehmsten war das Stück fast direkt vor dem Ziel  - eigentlich ist auch dieser Teil des Ruhrtalradweges eben, flach, hügellos und somit gut zu befahren, aber irgendwie riefen alle "lasst uns doch die Alternativroute, den Kaiserweg" nehmen und trotz lauter Proteste von Tom kam man kurz darauf an einen Anstieg, der sich gewaschen hatte. Nachdem dieser mit mehr schieben als fahren überwunden war lockte hinter der nächsten Kurve (übrigens war das in Hattingen) zur Belohnung dann auch gleich die nächste heftige Steigung, was so manchen  in diesem Moment an Mord am Navigator denken ließ....

Nuja, irgendwann kamen wir dann doch in Witten an, wo wir dank der Gastfreundschaft von Willi, Eva und Nele unsere Frauen und Kinder begrüßen konnten und uns gemeinsam total platt in entspannter Runde bei Bier und Grillgut erholen konnten.

 

 

 

Zum Schluss wieder für Statistiker noch die Tourdetails :

gefahrene Gesamtkilometer: 82km ab Dbg. Hauptbahnhof (geplant waren 65....)

 

Durchschnittsgeschwindigkeit: 18 km/h

 

reine Fahrtzeit: 4,5 h

 

Vmax 52 km/h

 

Bierkonsum: ausreichend

 

Verschleiß:  ein wenig Schaumstoff vom Lenker, 1 Ente

 

 

 

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